Rufnummernmitnahme Internetanschluss


Möchten Sie Ihren Internetanbieter wechseln und Ihre Rufnummer, welche Sie möglichweise schon seit Jahrzehnten haben, mitnehmen? In der Praxis ist eine Rufnummernmitnahme, auch Portierung genannt, oft gar nicht so einfach wie von den meisten Anbietern dargestellt. Besonders dann, wenn der Vertrag bei dem alten Anbieter bereits seit vielen Jahren besteht und vielleicht sogar der alte Vertragsnehmer gar nicht mehr existiert, da mittlerweile verstorben oder aufgrund von Trennung oder Scheidung, ausgezogen. Gerade bei der Konstellation Trennung, Scheidung, Todesfall, wurde der bestehende Internetvertrag oder Telefonvertrag meistens einfach nur von dem verbleibenden Partner übernommen.

Sofern jedoch eine Rufnummernmitnahme zu einem anderen Anbieter ansteht, kann diese Tatsache zu teilweise enormen Problemen führen. Das bedeutet nicht, das es unmöglich ist, jedoch braucht es teilweise einen enormen Zeitaufwand Nerven und Unterlagen, damit die Rufnummernmitnahme trotzdem gelingt. Denn was die wenigsten wissen ist, dass eine Rufnummer immer nur von dem eigentlichen Vertragsinhaber des alten Vertrages auf den neu abgeschlossenen Vertrag, jedoch nur wenn der alte und neue Vertragsnehmer identisch sind, übernommen werden kann.

Und zwar genau so wie ursprünglich abgeschlossen, d.h. inkl. dem kompletten Namen, Titel, Bezeichnung und Adresse. Sofern Rechtschreibfehler in der Schreibweise beim Altanbieter bestehen, dann muss die Rufnummernmitnahme auch genauso, inkl. der Rechtschreibfehler, beantragt werden. Erfolgt die Beantragung der Rufnummernmitnahme in einer anderen Schreibweise als beim Altanbieter bekannt, dann wird die Rufnummernmitnahme Seitens des neuen Anbieters, meist ohne Angabe von Gründen abgelehnt. Die Gründe warum, wieso, weshalb der Antrag zur Rufnummernmitnahme abgelehnt wurde, können Sie dann nur bei Ihrem Alten Telefonanbieter oder Internetanbieter erfragen.

Sie fragen sich sicherlich warum der Antrag zur Rufnummernmitnahme durch Ihren alten Anbieter abgelehnt wurde. Ganz einfach, keiner verliert gerne Kunden. Und aufgrund dieser Vorgehensweise kann der Alte Anbieter in vielen Fällen verhindern, dass der Kunde den Anbieter wechselt. Denn meist ist der Wechsel des Internet- oder Telefonanbieters zu einem neuen Anbieter an Fristen gebunden. Und nur wenn diese eingehalten werden, dann werden auch die bei Vertragsabschluss angesprochenen Sonderkonditionen, Rabatte, Grundgebühr Freie Zeit, sowie evtl. weitere Vergünstigungen gewährt.

Meist beträgt die Frist bei Rufnummernmitnahme für die Gewährung der Sonderkonditionen und Rabatte sechs bis acht Wochen, längsten falls drei Monate. Gelingt innerhalb dieses vom neuen Internetanbieter vorgegebenen Zeitrahmens die Rufnummernmitnahme nicht, dann erfolgt eine Nachberechnung der bisher gestundeten Gebühren und Entgelte. Für Sie als Kunden bedeutet das, dass Sie jetzt nicht nur einen Internetvertrag zu bezahlen haben, sondern durch die Ablehnung der Rufnummernmitnahme, gleich zwei Internetverträge.

Ein Umstand, der sicherlich die wenigsten Kunden erfreuen dürfte. Aber so ist es nun mal. Die Rufnummernmitnahme ist ein aktiver Prozess. Auch dann, wenn Ihnen Ihr neuer Internet- oder Telefonanbieter keine Unterlagen für die Rufnummernmitnahme zukommen lässt, oder Sie bei dem eigentlichen Rufnummernmitnahme Prozess nicht ausreichend unterstützt. Denn Ihrem neuen Anbieter ist egal ob Sie ein oder zwei neue Telefon- oder Internetverträge bezahlen. Denn bezahlen müssen ja Sie und nicht Ihr Anbieter. Der schreibt nur die Rechnung und wartet bis Sie bezahlen. Und wenn nicht, dann gibt es Mahnungen oder wenn Sie absolut beratungsresident sind, noch das Inkasso oder den guten alten Mahnbescheid- oder Vollstreckungsbescheid.

Egal wie Sie es drehen oder wenden. Am Ende bezahlen Sie die Zeche, wenn Sie sich nicht aktiv um Ihre Rufnummernmitnahme kümmern. Sofern Sie also eine Rufnummernmitnahme in Betracht ziehen, dann fragen Sie bitte rechtzeitig bei Ihrem aktuellen Anbieter als auch bei Ihrem zukünftigen Anbieter nach, wie sich der Rufnummernmitnahme Prozess gestaltet, damit am Ende keine Fragen offen bleiben und die Rufnummernmitnahme oder Portierung zu Ihrem neuen Internetanbieter oder Telefonanbieter, gelingt. Die Unterlangen für die Portierung bzw. Rufnummernmitnahme erhalten Sie direkt bei Ihrem neuen Anbieter. Entweder direkt mit der Auftragsbestätigung, per Post, oder ggf. können Sie die Unterlagen auch über die Webseite des Anbieters herunterladen.

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Hilfe bei der Rufnummernmitnahme oder Portierung, dann senden Sie mir gerne eine E-Mail. Die Kontaktdaten entnehmen Sie direkt aus dem Impressum. Haben Sie weitere Fragen zur Telekommunikation, dann lesen Sie bitte auch meine anderen Kostenlosen Ratgeber. Hier finden Sie Antworten auf viele Fragen, welche Tag für Tag bei Ihrem Telefon- oder Internetanbieter auftreten können und sich nicht nur auf das Thema Rufnummernmitnahme beziehen.